Beim Chillen vergeht die Zeit viel schneller

Regen, das ist es, was uns heute nach der Nachtwanderung begrüsst. Da es für einige doch später wurde, gab es heute eine spätere Weckzeit (8:30), doch auch heute gab es wieder einige unserer Teilnehmer, die schon davor wach waren. Dennoch bleibt festzuhalten, dass der Kampf um den Feuergral zwar keine Opfer gefordert, aber sehr viele Kräfte gezehrt hat. Bei strömendem Regen wird geweckt und aufs Essen vorbereitet, doch wie eine Vorahnung scheint heute alles etwas langsamer, ja beinahe chilliger abzulaufen. Dies erklärt sich wohl mit einer Laune des Universums, das unser mutiges Lagerleitungsteam mit ihrem Sofa in die Hippie-Zeit geschickt hat. Eine willkommene Abwechslung nach den doch etwas schockierenden Erlebnissen war es also, dass jetzt Frieden propagiert und Blumenkettenworshops in Aussicht gestellt wurden. Das Highlight war natürlich der orginale und wunderschön bemalte VW-Bus, der dieses Thema zum Leben kommen liess. Und als ob unser Wunsch nach Chillen erhöhrt wurde, siehe da – der Himmel riss auf, die Sonne kam heraus und begann, diesen Tag in ein ganz neues Licht zu tauchen.

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Der Mittwoch ist traditionell unser Besuchs-Tag und das heißt natürlich: Vorbereitung! Immerhin ist es nicht leicht, ein Zeltlager künstlich etwas mehr so aussehen zu lassen, als hätte es geregnet und Kinder wären die Teilnehmer. Und so wurden diverse Änderungen vorgenomen, um das vorbildliche Zeltlager ein wenig … realistischer zu gestalten … oder so ähnlich! Doch auch die beste Vorbereitung muss Pausen haben und so wurden weiter Workshops angeboten und Spiele gespielt. Das beinhaltete sogar einen Mediatiosworkshop auf dem Steg, bei dessen Anblick man selbst sofort ruhiger wird.

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Das Mittagessen (Tzatziki mit Gyros und Reis – nicht weniger als ein kulinarisches Meisterwerk) wurde von einem plötzlichen Regenschauer und kurzem Starkregen unterbrochen. Letzterer kam sogar durch die geöffneten Seitentüren des Essenszeltes, doch in Windeseile stürzten eine Handvoll unserer Betreuer von der Essensausgabe heran und unter heldenhaftem Einsatz ihrer eigenen … Trockenheit wurden die Kinder des Nasses errettet. Diese ehrenvolle Aktion wurde seitens der Teilnehmer mit Applaus bedacht. Und so konnte der Tag jetzt sogar mit schönem Wetter weitergehen, bereit für den hohen Besuch! Sei es Workshops, Lagertanz oder konkrete Vorbereitungen für die Show, keiner kann sagen, dass es langweilig war. Und dann gab es sogar noch eine Einheit Baywatch, so dass wirklich kein Auge (Achtung!) trocken blieb.

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Und so kam es, dass Eltern von allen Seiten auf den Zeltplatz strömten. Geschäftiges Treiben überall, ob in den Zelten oder am Kiosk. Viele Verhandlungen wurden geführt durch die Kinder: wie viele Süßigkeiten kann ich mir am Kiosk spendieren lassen? Was ist drin bei der Lagerbank und wie lange kann ich meine Eltern ignorieren, ohne dass die böse werden während ich Zeit auf meinem heißersehnten Handy aufhole. Auch die Eltern hatten viele Fragen (Ich kann mein Kind schon da lassen, oder? Geht das auch länger?) und dann dürfen wir die Show nicht vergessen! Tänze, Gesang, Akrobatik und vor allem fesselnd spannende Reden, das volle Programm und mehr wurde geboten und erstaunliche, Oskar- oder Weltmeistertitelwürdige Performances waren zu bestaunen, mit anderen Worten: wieder einmal ein voller Erfolg!

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Aber auch die schönsten Besuche neigen sich zwangsläufig dem Ende und so war es auch heute. Überall Bilder des Abschieds: hier ein Handschlag mit dem Vater beim Versuch, cool und erwachsen zu wirken. Dort tränengeschüttelte Umarmungen und Szenen, die an Hollywood-Filme erinnern, gelegentlich einfach ein schnelles „Tschüss“ bevor man sich zurück in ein Tischtennismatch stürzt. Die letzten Eltern waren auf dem Sprung, als unser Lager sich zum Abend noch in ein 17,5-Sterne-Kino verwandelte und passend zum Thema mit dem Film „Zurück in die Zukunft“ die Kinder verzauberte – und auch bei der alleinigen Vorstellung einige Eltern. Gerade läuft der Abspann, die Kinder machen sich auf den Weg zum Zähneputzen und Schlafen und wir verabschieden uns mit einem Gute Nacht und dem Wunsch, dass es für alle ein genauso schöner Tag war wie für uns vom Betreuerteam!

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